aussen_asmushausenAuf dem weiten Rund des Asmushäusers Friedhofs erhebt sich die alte Bergkirche in Asmushausen. Deren ältester Bauteil, der Chor, ist wahrscheinlich Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Ein hoher, spitzbogiger Triumphbogen schließt ihn ab. Den Chor der Kirche erhellen spätgotische, zweibahnige Maßwerkfenster mit Fischblasenmuster. Der Anbau des Langhauses der Kirche wurde im Jahre 1518 durch Meister Balser dem Chor angefügt. Diese Jahreszahl ist über der Eingangstür ersichtlich.Die Kirche weist auf der Südseite (von außen) noch eine zweite Tür auf. Diese wird im Volksmund die „Braunhäuser Tür“ genannt, weil sie von den Braunhäuser Kirchenbesuchern benutzt wurde, als diese noch keine eigene Kirche besaßen. Der Eingang wurde später zugemauert und mit einem alten Kreuzstein verziert.

kreuz_asmushausenIm Laufe der Jahre erhielt die Kirche immer wieder neue Innenausstattungen. Die Kanzel unserer über 500iährigen Bergkirche stand auf dem umgestülpten Taufstein aus spätromanischer Zeit und dürfte um 1775 entstanden sein. Heute wird der Stein wieder als Taufstein genutzt.

innen_asmushausen1778 wurde auf der Westempore von dem in Iba ansässigen Orgelbauer Eberhard Dauphin die Orgel eingebaut.

Die Asmushäuser Kirche hat keinen Glockenturm, aber einen hohen, mit Schallöffnungen zum Dorfe versehenen Dachstuhl, der etwa um 1520 aufgerichtet sein mag. In ihm erklingen 3 Bronzeglocken zum Lobe Gottes. Die älteste Glocke (mittlerer Ton) stammt aus dem Jahre 1591. Im Jahr 1953 wurde die kleinste Glocke (heller Ton) gegossen und diente als Ersatz für die Zweitälteste aus dem Jahre 1823, die im 2. Weltkrieg abgeliefert werden musste. Von der Gemeinde Asmushausen wurde im Jahr 1970 die größte Glocke (tiefer Ton) gestiftet.

orgel_asmushausen