Die 130 Einwohner der Gemeinde Braunhausen blicken auf eine lange Geschichte ihres Gotteshauses zurück. Die ursprünglich ca. 1565 errichtete Kirche wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts baufällig. Deshalb wurde im April 1899 der Neubau einer Kirche beschlossen. Der Bau begann im Sommer 1903 und wurde ein Jahr später beendet. Einweihung wurde im Sommer des Jahres 1905 gefeiert. Den finanziellen Grundstock bildete seinerzeit ein kaiserliches Gnadengeschenk in Höhe von 7360 Mark und zur Einweihung schenkte Kaiserin Auguste Victoria I. der Kirchengemeinde eine kunstvoll gearbeitete Altarbibel.

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Zwischen 1950 und 1980 wurde die Kirche umfangreich renoviert. In den 60er Jahren wurde der Kohleofen durch Elektroheizung ersetzt und die Orgel repariert, die teilweise noch aus der Vorgängerkirche stammte. 1980/81 renovierten die Braunhäuser ihre Kirche von außen. Dabei hat die Kirche nichts von ihrer ursprünglichen Schlichtheit eingebüßt.

Der Innenraum wird geprägt durch einen den Altarraum umrahmenden Schriftzug: „Jesus Christus gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit.“

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Im Fokus des Betrachters stehen außerdem zwei prachtvoll bemalte Fenster.

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Das linke Fenster zeigt Johannes, den Evangelisten. Auf dem rechten Fenster ist Jesus als guter Hirte dargestellt.

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Im Jahr 2004 feierte Braunhausen das 100 jährige Baujubiläum zusammen mit Bischof Dr. Hein und Dekanin Strohriegl. Dadurch konnte diesem besonderen Ereignis ein angemessener Rahmen zuteil werden.