Mahnwachen vor dem Rathaus in Bebra jeden 1. Montag im Monat von 18 Uhr bis 18.30 Uhr – Jede, Jeder kann mitmachen

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Speicher, Wind und Sonnenstrom ersetzten Kohle und Atom.

Mahnwachen
jeden 1. Montag im Monat von 18 Uhr bis 18.30 Uhr vor dem Rathaus in Bebra.

Genaue Termine finden Sie auf unserer Seite „Aktuelles“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEnergiesparbeleuchtung im Kirchenschiff der Auferstehungskirche

Energiespar-Hauptbeleuchtung im Kirchenschiff reduziert Stromverbrauch und Klimabelastung

In einem 2. Umrüstschritt wurden kürzlich von der Hausmeisterin mit Unterstützung freiwilliger Helfer die 60Watt-Glühbirnen der Pendelleuchten im Kirchenschiff der Auferstehungskirche durch Energiesparlampen ersetzt.

Summierte sich der Wattzahl der Glühbirnen noch auf 3.000 Watt, beträgt die Summe der Anschlusswerte der jetzt eingesetzten Energiesparlampen mit Werten zwischen 11 und 20 Watt nur noch 630 Watt.

Neben der angestrebten Stromeinsparung und der damit einhergehenden Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes muss man sich allerdings daran gewöhnen, dass 15 Sekunden nach dem Einschalten erst 60 Prozent der vollen Helligkeit erreicht wird.

Dieser während eines normalen Gottesdienstes bei konstant eingeschalteter Beleuchtung nicht erkennbare „Nachteil“ tritt bei der nächsten Generation Leuchtmittel mit LED-Technik nicht mehr auf. Diese sind allerdings gegenüber den herkömmlichen Energiesparlampen noch recht teuer.

Für beide Techniken gemeinsam gilt: gegenüber der alten Glühbirne, bei deren Kauf neben der „bekannten“ Wattzahl als Indikator für die Helligkeit lediglich noch Bauform und Art und Größe des Sockels zu beachten war, zeigt jetzt die Wattzahl nur noch den Strombedarf an.

Neben den gerade bei der LED-Technik fast unbegrenzten Bauformen muss man sich mit zusätzlichen Werten wie beispielsweise Kelvin (K), Lumen (lm), Candela (Cd) bzw. Lux (lx) befassen für Lichtfarbe, Lichtstrom, Lichtstärke und Beleuchtungsstärke.

Herbert Mühlbauer

Klima-Tipp: Öko-Strom – aber richtig!

Bewahrung der Schöpfung. Die von Bundesregierung und internationaler Staatengemeinschaft angekündigten Maßnahmen reichen nicht aus, um dem fortschreitenden Klimawandel entgegenzuwirken. Jeder sollte deshalb ergänzend sein persönliches Handeln an Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Verantwortung für zukünftige Generationen und weltweiter Gerechtigkeit ausrichten. Hilfestellungen dazu soll das „Klimaforum Waldhessen“ bieten: Interessierte Bürger aus der Region wollen Informationen zusammentragen und konstruktive Möglichkeiten aufgreifen und entwickeln, wie jeder Mensch in seinem Lebensbereich zum Klimaschützer werden kann. Mit Informationen rund um den Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter präsentierte sich das Klimaforum Waldhessen bereits in der Öffentlichkeit: Um die Gunst umweltbewußter Stromverbraucher werben mittlerweile rund 250 Anbieter. Achtung: Viele Firmen stützen ihre Angebote auf RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificat Systems), beispielsweise bei norwegischen Wasserkraftwerken eingekauft. Zur Verwirrung tragen zudem verschiedene Gütesiegel für Ökostrom bei. Um aber wirklich etwas für den Klimaschutz und Atomausstieg zu erreichen, sollte der ausgewählte Ökostrom-Anbieter mindestens ein Drittel der angebotenen Energie aus Neuanlagen beziehen. Die von rund 20 Umweltverbänden getragene Kampagne „Atomausstieg selber machen“ schlägt einen Wechsel zu einer von vier Firmen vor, die garantiert Ökostrom liefern: LICHTBLICK, NATURSTROM, EWS SCHÖNAU oder GREENPEACE ENERGY.

Wer wissen möchte, wie der Wechsel zu einem echten Ökostrom-Anbieter zum Umbau der Energielandschaft von den fossilen bzw. atomaren Strukturen hin zur umweltfreundlichen, nachhaltigen, dezentralen Energiewirtschaft beiträgt und warum mehr Atomstrom keine Lösung für das Klimaproblem sein kann, ist herzlich zu einem der nächsten Treffen des Klimaforums Waldhessen eingeladen.

Auskunft zu den nächsten Terminen gibt es bei den Pfarrern Carsten Köthe (Beauftragter für Umweltfragen des Kirchenkreises Rotenburg),Tel.: (06623) 7814, E-Mail: carsten.koethe@ekkw.de oder

Johannes Nolte, Tel.: (06622) 3515, E-Mail: Pfarramt2.Bebra@ekkw.de.

Übrigens: Kürzlich hat der Kirchenvorstand den Stromwechsel auch für die evangelische Kirchengemeinde Bebra beschlossen.

Herbert Mühlbauer

„CO2-Fasten“ für das Klima

Die Fastenzeit ist nicht nur für Christen Anlass, Gewohnheiten zu ändern, die der eigenen Gesundheit oder dem Zusammenleben schaden können. In Zeiten des Klimawandels ist es vordringlich, auch Verhaltensweisen zu überprüfen, die Klima und Umwelt belasten.

Es steht im Widerspruch zum Gebot der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit, wenn wir derzeit im Übermaß fossile Energieträger nutzen, während den nachkommenden Generationen dafür die Lasten aufgebürdet werden oder andere Völker bereits heute verstärkt unter Naturkatastrophen, Überschwemmungen oder Ausbreitung der Wüsten zu leiden haben.

Jeder Mensch verursacht durch sein Verhalten eine Summe von Treibhausgasen, die zum Klimawandel beitragen. So tragen in Deutschland die Bürger durch ihren Lebensstil pro Kopf und Jahr im Schnitt mit etwa zehn Tonnen zur CO2-Belastung der Atmosphäre bei, während ein Bangladeschi nur etwa 240 Kilogramm, ein Äthiopier gar nur 67 Kilogramm Kohlendioxid-Last verursacht. Im Alltag ist man sich aber meist nicht bewusst, welche klimaschädlichen Auswirkungen ein bestimmtes gewohntes Verhalten hat.

Die sieben Wochen vor Ostern bieten sich an, genau dieses Alltagsverhalten zu hinterfragen. Schon durch einfache Änderungen können die eigenen CO2-Emissionen gesenkt und das Klima geschützt werden: Sieben Wochen Zeit, um das langfristige Handeln umzustellen. Die Handlungsmöglichkeiten sind mannigfaltig und im Grunde bekannt , wie einige nachfolgende Beispiele in Erinnerung rufen:

Strom: Geräte nicht im Stand-by-Betrieb lassen, sondern ausschalten;Lichter löschen, wenn niemand im Raum ist; in Arbeitspausen den PC oder zumindest den Bildschirm abschalten; Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen; energieeffiziente Geräte kaufen.

Heizung: Stoßlüften anstelle gekippter Fenster; mit Thermometer kontrolliert heizen.

Mobilität: Autofahrten auf das Nötige beschränken; innerörtliche Besorgungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen; notwendige Autofahrten so planen, dass mit einer Fahrt mehrere Dinge erledigt werden können; wenn möglich, zum Gottesdienst bewusst zu Fuß gehen.

Ernährung: Weniger (oder gar kein) Fleisch essen, da die Fleischproduktion ein Mehrfaches an klimaschädlichen Gasen verursacht als der Anbau von Obst und Gemüse. Regional und saisonal verfügbare Produkte bevorzugen, da sie über kürzere Strecken transportiert werden und somit weniger CO2-Emissionen im Verkehr verursachen.

Interessierte Bürger aus der Region wollen im „Klimaforum Waldhessen“ weitere Informationen zusammentragen und aufzeigen, wie jeder Mensch in seinem Lebensbereich zum Klimaschützer werden kann.

Auskunft zu den nächsten Terminen gibt es bei den Pfarrern

Carsten Köthe (Beauftragter für Umweltfragen des Kirchenkreises Rotenburg), Tel.: (06623) 7814, E-Mail: carsten.koethe@ekkw.de. Oder

Johannes Nolte, Tel.: (06622) 3515, E-Mail: Pfarramt2.Bebra@ekkw.de.

Herbert Mühlbauer