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Der ökumenische Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss verschiedener Kirchen im Bereich der Stadt Bebra und deren Umfeld (evangelische Kirche und Evangelische Gemeinschaft, römisch-katholische Kirche, altkatholische Kirche, Evangelisch-methodistische Kirche, Evangelisch-freikirchliche Gemeinde der Baptisten, syrisch-orthodoxe Kirche).
Er trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen im Jahr, um die ökumenische Gemeinschaft im Gespräch zu vertiefen und zu stärken.

Aus seiner Arbeit heraus entstehen verschiedene Gottesdienste und Aktionen, so zum Beispiel in jedem Jahr der zentrale gemeinsame Neujahrsgottesdienst und der ökumenische Himmelfahrtsgottesdienst an der „Friedrichshütte“ in Iba. Auch andere gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen wie beispielsweise das ökumenische Friedensgebet, das an jedem ersten Dienstag im Monat an unterschiedlichen Orten stattfindet, werden von ihm vorbereitet.

Eine besondere Veranstaltung ist die Teilnahme an der Aktion Friedenslicht aus Bethlehem. Am dritten Adventssonntag jeden Jahres wird ein in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündetes Friedenslicht auch in Bebra empfangen. Das in einer bundesweiten Aktion verteilte Licht wird nach dem gemeinsamen Empfang auf dem Bahnhof Bebra in die verschiedenen Kirchen gebracht. Zentral findet in einer Kirche ein Gottesdienst statt. Viele Menschen nehmen das Licht dann auch mit nach Hause, wo es zum Weihnachtsfest leuchtet.

Daneben ist dem ökumenischen Arbeitskreis auch das gesellschafts- und sozialpolitische Engagement aus christlichem Handeln heraus wichtig. So setzt er sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Bebra zum Beispiel für wohnungslose Durchreisende ein. Der ökumenische Arbeitskreis ist so gesehen auch ein kirchenpolitisches Gremium vor Ort, um in öffentlichen und gesellschaftlichen Fra-gen gemeinsam zu handeln. Er ist in dieser Zielsetzung bundesweit verbunden mit der Arbeitsge-meinschaft christlicher Kirchen (ACK).

In der Charta Oecumenica, gemeinsam von den christlichen Kirchen formuliert, lesen wir:

„Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit ist von fundamentaler Bedeutung gegenüber unseren unterschiedlichen theologischen und ethischen Positionen. Anders als die uns geschenkte und bereichernde Vielfalt haben jedoch Gegensätze in der Lehre, in ethischen Fragen und in kirchen-rechtlichen Festlegungen auch zu Trennungen zwischen den Kirchen geführt, oft spielten dabei besondere geschichtliche Umstände und unterschiedliche kulturelle Prägungen eine entscheidende Rolle. Um die ökumenische Gemeinschaft zu vertiefen, sind die Bemühungen um einen Konsens im Glauben unbedingt fortzusetzen. Ohne Einheit im Glauben gibt es keine volle Kirchengemeinschaft. Zum Dialog gibt es keine Alternative.“

Und so ist und bleibt es auch in der Verschiedenheit
„die wichtigste Aufgabe der Kirchen in Europa, gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen zu verkündigen.“

Vorsitzender des Ökumenischen Arbeitskreises ist
Bis 31.12.2015: Pfarrer Martin Schacht
Ab 01.01.2016: Pastor Andreas Schweimer