Kirchegemeinden - Rautenhausen

Die Kirche in Rautenhausen befindet sich im Ortskern.

Leider kann nicht mehr nachvollzogen werden, wann die Kirche erbaut wurde.
Nach Aufzeichnungen ist bekannt, dass die Kirche im 30-jährigen Krieg von 1618-1648 zerstört worden ist. Danach wurde sie wieder aufgebaut und 1672 wahrscheinlich fertiggestellt. Als Nachweis dürfte hier die tief ins Holzwerk der Nordempore eingeschnitzte Jahreszahl 1672 sowie der Name des Zimmermeisters Jakob Schalles dienen. Weitere Renovierungen erfolgten in den Jahren 1755, 1789, 1802 (das Decken des Kirchendaches mit Ziegeln), sowie 1863, wo durch den Einbau der ersten Orgel umfangreiche Arbeiten durchgeführt wurden.

Die Kirche hat zwei Glocken, wobei eine laut Pfarreiarchiv vermutlich um 1780 entstanden ist und 1931 umgegossen werden musste, weil sie gesprungen war. Die zweite Glocke wurde laut Aufzeichnungen im 15. Jahrhundert gegossen. Diese ist allerdings keine ursprüngliche Rautenhäuser Glocke. Es handelt sich um eine Paten- oder Leihglocke aus Schlesien, die der Gemeinde als Ersatz für eine andere, im 2. Weltkrieg zu Kriegszwecken abgelieferte Kirchenglocke zugeteilt wurde.

Das kleine Dorf

Das kleine Dorf am Waldesrand,
ja, RAUTENHAUSEN, wird es genannt.

Es hat viel Freud und Leid gesehn,
trotzdem ist es wunderschön.

Wenn man von seinen Hügeln schaut, i
st einem alles so vertraut.

Da wird einem ums Herz so warm;
man denkt an die Vergangenheit,
wo man als Kind gespielt, gelacht
und manche Stunde zugebracht.

Das kleine Kirchlein so vertraut
– Die Glocken läuten den Sonntag ein.

Die Zeit, die wird nicht stille stehn,
alle Räder werden sich weiterdrehn.

Auch in unserem Dorf, wenn es noch so klein,
dafür wollen wir immer dankbar sein.
(überliefert von Elfriede Hönl, Rautenhausen)